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Norbert Schott, Geschäftsführer

Mit 23 Jahren verschlug es Norbert Schott als Studenten aus seiner Heimatstadt Dresden nach Russland. Aus einem einzelnen Semester wurden sieben Jahre. Inzwischen arbeitet er in Nowosibirsk als Geschäftsführer des Schweizer Softwareunternehmens das Internetapplikationen entwickelt.

Was aus Ihrer sächsischen Heimat fehlt Ihnen am meisten, wonach haben Sie Sehnsucht?
Während ich Deutschland weniger vermisse, fehlt mir Dresden als Stadt - das Lebensgefühl in den Straßen, in der Neustadt, an den Elbwiesen, im Großen Garten. Grüne Stadtteile wie Blasewitz findet man in russischen Großstädten leider kaum. Und natürlich fehlt mir die Sächsische Schweiz – »meine Berge«.

Porträt Norbert Schott

(© Norbert Schott)

Worauf freuen Sie sich besonders, wenn Sie die Gelegenheit für einen Heimatbesuch haben?
Ich bemühe mich, jedes Jahr mindestens einmal in Dresden und der Sächsischen Schweiz zu sein, und sei es nur für einen Tag. Auch wenn sich viele meiner Freunde über ganz Deutschland verteilt haben, sind lustige Abende stets garantiert. Und wenn keiner da ist, dann geht es halt über die Rübezahlstiege zur Idagrotte.

Wofür werden die Sachsen in Russland und speziell in Sibirien bewundert?
Als Dresdner punktet man mit der Gemäldegalerie Alte Meister. Und fast jeder kennt irgendwen, der irgendwann als sowjetischer Soldat irgendwo rund um Dresden oder Leipzig stationiert war. Die deutschen Autos haben einen guten Ruf, außerdem das Bier, und angeblich sind wir Sachsen auch pünktlich.

Was könnte Sie eines Tages in die Heimat zurücklocken?
Grüne Städte, Grillen im Hof, die Sächsische Schweiz, die Elbwiesen.

Woran erinnern Sie sich gerne?
An die unbeschwerte Zeit als Schüler und Student in Dresden - obwohl diese Zeit auch in Russland äußerst spannend war.

Was mögen Sie an Ihren sächsischen Landsleuten?
A: Sie sind sehr gastfreundschaftlich. Meine sibirischen Landsleute übrigens auch - jeder auf seine Art.
 
Warum sind Sie gerne Sachse?
Weil ich nie erklären muss, woher ich komme – man hört es auch so! Das ist doch etwas sehr Charakteristisches. Haben Sie schon einmal einen Hannoveraner am Akzent erkannt?