1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Georgeta Salvan, Physikerin

Georgeta Salvan kommt aus dem rumänischen Städtchen Nasaud an der Grenze zwischen Siebenbürgen und Moldawien. Als Juniorprofessorin für organische Halbleiter lebt die 34-Jährige mit ihrem Mann und den zwei Kindern in Chemnitz.

Die Diplom-Physiker Georgeta Salvan und Cameliu Himcinschi (v.l) bei Einstellarbeiten an einem Versuchsaufbau zur Optischen Spektroskopie in einem Labor des Fachbereiches Halbleiterphysik der Technischen Universität Chemnitz. Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

Die Diplom-Physiker Georgeta Salvan und Cameliu Himcinschi (v.l) bei Einstellarbeiten an einem Versuchsaufbau zur Optischen Spektroskopie in einem Labor des Fachbereiches Halbleiterphysik der Technischen Universität Chemnitz.
(© TU Chemnitz/Uwe Meinhold)

Die Diplom-Physiker Georgeta Salvan und Cameliu Himcinschi (v.l) bei Einstellarbeiten an einem Versuchsaufbau zur Optischen Spektroskopie in einem Labor des Fachbereiches Halbleiterphysik der Technischen Universität Chemnitz. An der Professur Oberflächen- und Grenzflächenphysik der TU Chemnitz arbeiten Juniorprofessorin Georgeta Salvan und Physiker Andreas Liebig am 25.02.2009 an einem SQUID-Magnetometer, der zu den empfindlichsten Messgeräten dieser Art weltweit gilt und von dem es nur drei in Europa gibt. Zum Einsatz kommt das neue SQUID, das auf der Basis von Supraleitungen bei Tiefsttemperaturen von minus 271,35 Grad Celsius arbeitet, bei der Entwicklung kleiner und schneller Speichermedien, wo immer kleinere Flächen präzise magnetisiert werden müssen.

Sie kamen 1998 mit einem Stipendium nach Chemnitz. Warum sind Sie geblieben?
Ein Chemie-Dozent meiner Heimat-Universität Babes-Bolyai in Cluj-Napoca war in Chemnitz und regte einen Austausch an. Anschließend bekam ich eine Promotionsstelle an der TU Chemnitz und mein Mann ebenfalls. 2003 wurde ich hier Juniorprofessorin. Chemnitz gehört in Europa zu den Städten mit der größten Grünfläche pro Kopf. Ich mag auch das Umland sehr, die wunderschöne Landschaft. Durch die Kinder, aber auch bei meinen Verwaltungsaufgaben habe ich viele Kontakte außerhalb der Forschung bekommen und nur gute Erfahrungen gemacht. Es herrscht eine große Freundlichkeit, zwar gibt es viel Bürokratie in Deutschland, aber auch Zuverlässigkeit und feste Strukturen. Das liegt mir sehr.

Was sind organische Halbleiter?
Das sind molekulare Festkörper, bestehend aus kleinen Molekülen, mit der Eigenschaft, Strom leiten und andererseits Licht im sichtbaren bis nahen ultravioletten Bereich absorbieren zu können. Das macht sie interessant für opto-elektronische Anwendungen wie Solarzellen, die Licht in Strom umwandeln. Umgekehrt können sie auch Strom in Licht umwandeln. Ich selbst betreibe Grundlagenforschung, wo noch magnetische Felder ins Spiel kommen. Da geht es um die magneto-optische Aktivität von Molekülen, das Wechselspiel von Licht und Magnetismus.

Was schätzen Sie aus Sicht der Wissenschaftlerin in Chemnitz besonders?
Die Arbeitsatmosphäre. Die Halbleiterphysik von Professor Dietrich Zahn und der Magnetismus von Professor Manfred Albrecht sind hier sehr gut verankert. Physik kann man nicht alleine machen, man braucht Kooperationen für Proben und Messungen. Wir sind eng verknüpft mit den anderen sächsischen Hochschulstandorten Leipzig, Dresden und Freiberg. Das sind ideale Voraussetzungen für die nächsten Jahre.

Marginalspalte


213_sehnsuchtsachsen

Weitere Informationen

© Sächsische Staatskanzlei