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Die Schmalspurlok I K Nr.54

Am 12. Januar 2006 verkündete der Verein zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e.V. (VSSB) im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung zum Jubiläum »125 Jahre Schmalspurbahnen in Sachsen« den Beginn eines Projektes zum Neubau einer Lokomotive der sächsischen Gattung I K mit der Nummer 54. Seit 1964 sind keine Maschinen dieses Typs mehr vorhanden, so dass der Neubau ausschließlich nach historischen Plänen erfolgte. Ziel war es, mit diesem Meilenstein der sächsischen Schmalspurbahngeschichte zum Erhalt der verbliebenen Strecken und zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Sächsischen Schmalspurbahnen als Kulturgut und Wirtschaftsfaktor beizutragen.

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Es wurden zahlreiche Sponsoren und Firmen zur Beteiligung an diesem besonderen Projekt gesucht und gefunden. Über 80 sächsische Unternehmen, vor allem der Metall- und Elektroindustrie wirkten am Neubau der I K Nr. 54 mit. Am 15. Mai 2009 startete die Gesamtmontage der Lokomotive in Meiningen. Das festliche Rollout wurde mit einer Sommertour auf einem Tieflader durch alle sächsischen Regionen zelebriert, bevor die Lokomotive am Abend des 04. Juli 2009 in Radebeul ihre Jungfernfahrt erlebte.

Die I K 54 ist auf den verbliebenen schmalspurigen Strecken und Bahnhöfen in Sachsen zu Festivals und Sonderveranstaltungen entlang der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen unterwegs. Auch auf Messen und Veranstaltungen außerhalb Sachsen wirbt die Lokomotive als Aushängeschild für das Reise- und Dampfbahnland Sachsen. Außerdem sind perspektivisch Gasteinsätze auf der Insel Rügen, in Nordbrandenburg und in Baden-Württemberg möglich.

Schmalspurlok I K Nr.54 im Einsatz Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

Schmalspurlok I K Nr.54 im Einsatz
(© Christian Sacher)

Schmalspurlok I K Nr.54 im Einsatz Schmalspurlok I K Nr.54 im Einsatz Schmalspurlok I K Nr.54 im Einsatz Schmalspurlok I K Nr.54 im Einsatz Schmalspurlok I K Nr.54 im Einsatz

Die I K früher

In Sachsen wurde die erste Schmalspurbahnstrecke bereits am 17.10.1881 zwischen Wilkau-Hasslau und Kirchberg eröffnet. Somit kann Sachsen eine Vorreiterrolle im Schmalspurbahnbetrieb zugeschrieben werden. Bis 1892 baute die »Sächsische Maschinenfabrik AG« 44 Exemplare des ersten Schmalspurloktyps namens Hartmann-I K, welche bis 1928 in ganz Sachsen für den Personen- und Güterverkehr unterwegs waren. 
 
Neue Anforderungen an den Güterverkehr durch die Industrialisierung erforderten jedoch schon bald den Einsatz stärkerer Lokomotiven, die eine größere Last transportieren konnten. So wurde die I K bereits ab 1885 teilweise durch andere Lokomotiven ersetzt. 

Noch 1923 übernahm die Deutsche Reichsbahn 27 Loks in ihren Bestand und ordnete diese ab 1925 in die Baureihe 99.750-752 ein. Der Betriebsdienst der I K bei der Deutschen Reichsbahn endete 1928. 

Die I K verkehrte auf einem Streckennetz von über 500 Kilometern, dem größten Schmalspurbahnsystem Deutschlands zu jener Zeit. Allerdings waren nur wenige dieser schmalspurigen Strecken miteinander verbunden und so mussten die I K Schmalspurlokomotiven vor Inbetriebnahme zunächst über Transportwaggons vom Werk an ihren Einsatzort befördert werden. Trotz  dieser Erschwerung des Betriebes verlor die Schmalspurbahn für das Land Sachsen kaum an Bedeutung. Selbst, als die meisten schmalspurigen Bahnen durch stärkere Loks ersetzt wurden, nutzten viele sächsische Unternehmen die Schmalspurbahn noch als Werklokomotive. Die letzte dieser Werkbahnen wurde erst 1964 in der Gießerei in Schmiedeberg zerlegt.

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Die I K Nr.54 in Meiningen

Lok 1 K Nr.54

Die Lok in Montage (© Jörg Müller)

1 K in der Fabrik

Die I K in der Fabrikhalle in Meiningen (© Jens-Ulrich Koch/ ddp)

Die Räder der neuen Lok vor einer Leinwand

Die Räder der sächsischen Schmalspurbahn-Dampflokomotive I K Nr 54 stehen im Dampflokwerk in Meiningen vor einem Bild der historischen Lok. (© Jens-Ulrich Koch/ ddp)

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